DREI WEGE

Jonas Matauschek, Emerson Culurgioni und Nicolas Rossi 


Der Film „Drei Wege“ handelt von einem Totenmarsch, ausgehend von der Ruhestätte von Chris Marker (Paris), Peter Liechti (Sankt Gallen) und Harun Farocki (Berlin). Drei individuelle Wege des Abschiednehmens, um sich in der gemeinsamen Mitte zu treffen. Die Mitte verspricht nichts anderes als den physisch erreichten Schauplatz unserer gemeinsamen Schnittmenge – gleichwohl ist die Reise zur Mitte auch eine Reise in die Vergangenheit, ein Abtasten der bisherigen und eigenen Perpektive, überdies zu den Ursprüngen der Filmischen Initiative, denn sie führt die Filmemacher zusammen.

Es geht um die Visualisierung dieses inneren „Dialogs“ mit den drei unlängst verstorbenen Filmemachern. Der Toten- oder Trauermarsch kommt einer symbolischen Beerdigung gleich; das Konzept des Films ist der umgekehrte Vorgang: Wir nehmen die Verstorbenen mit in Form der nachhaltigen Eindrücke – die sie auf uns hatten – mit auf unsere Reise, und übernehmen somit, im übertragenen Sinne, ihre Gedanken und Impulse in unser künstlerisches Schaffen.

www.dreiwegederfilm.de