ZUHAUSE : DENKEN

Nicolas Rossi
2014 | Videoessay | 4:35 min


Das Gedächtnis ist eine Datenbank, in der Bilder und Texte (Wörter) miteinander intera- gieren. Sowohl Wort- als auch Bildfragmente genügen, um als Link zu funktionieren bzw. um einen Gedanken zu erschaffen. In der vorliegenden Arbeit geht es um den Vorgang der Erinnerung, Vergangenheit in die Gegenwart einzuführen.

Als Auslöser wird das Wort »Heimat« herangezogen. Anstatt erst Begriffe zu wählen und dann Bilder zu finden, wird der umgekehrte Vorgang gewählt: Es werden Bilder aus dem Gedächtnis ermittelt und diese aus dem physischen Bildarchiv entnommen. Aneinan- dermontiert erfolgt schließlich der direkte Kommentar.

















LEUNA

Emerson Culurgioni & Jonas Matauschek
2014 | Kurzfilm | 13 min

Der Film beobachtet im Verlauf eines Tages verschiedene Personen in ihrer gemeinsamen ländlichen Umgebung, die von der Präsenz einer Industrieanlage geprägt ist. Ihre Perspektiven erzählen vom Verhältnis zwischen Mensch und Industrie.






















IN DER MITTE ALLER DINGE

Nick Teplov
2013 | Kunstfilm | 10 min


Wofür steht der Stein in mir?





C‘EST BEAU ICI

Nicolas Rossi
2012 | Videoessay | 21 min


Évian-les-Bains/Hochsavoyen/Frankreich. Wenige Kilometer von hier wurde ich geboren. Ein Ort am Genfer See, dessen Mineralwasser ein globaler wirtschaftlicher Erfolg ist.

1962 – die französische Regierung und der FLN (Front de Libération Nationale) treffen sich um die Verträge zu unterzeichnen, die für Algerien die Unabhängigkeit bedeuten. Französisch Guayana, ehemalige Kolonie Frankreichs und sog. „Überseedepartement“ – ca. 15.000 km weit entfernt an der Nordgrenze zu Brasilien. Hier wohnt mein Vater seit 17 Jahren. Ich komme ihn besuchen seitdem und fühle mich hier zu Hause. Der Film changiert zwischen Begriffsdefinitionen des Wortes „Heimat“ und „Zuhause“, denkt über nostalgische Befindlichkeiten und Verschiebungen der Erinnerung nach, über das Kulturelle Gedächtnis und die Selbstlüge.

Es geht um ferngelenkte Länder auf anderen Kontinenten, deren Suche nach der eigenen kulturellen Identität bereits aufgegeben wurde, und die eigene Entwurzelung, deren emotionale Rekonstruktion eine Reise mit sich bringt, deren Ende es nicht geben kann.

Physische Entfernungen, Distanz zwischen Menschen aufgrund anderer Herkunft – die Überwindung ist ungleich schwerer. Aufnahmen touristischer Videokameras, deren Wiedergabe den makellosen Kurort zeigen, werden Privataufnahmen meines Vaters in Französisch Guayana gegenübergestellt. Fragmente aus der Kolonialgeschichte Frankreichs in Algerien verdichten den Film zu einer in sich geschlossenen filmischen Behauptung, deren historischer Charakter ihre Glaubwürdigkeit unterstreicht. Welchen Bildern kann man trauen?





Two Highways   TWO HIGHWAYS

Nick Teplov
2008 | Dokumentarfilm, Künstlerporträt | 26 min
mit Alexander Markov


Der Guru des Leningrader des Kunst-Underground Boris „Bob“ Koshelokhov hat den Plan gefasst, eines der größten Kunstwerke der Kunstgeschichte zu schaffen, nämlich eine Malerei, 5000 Quadratmeter groß. Die Vorbereitungsarbeiten sind fertig. Jetzt muss man eine Wand in solcher Größe suchen ...