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Regie: Emerson Culurgioni und Jonas Matauschek
2013, 13 min
Dokumentarfilm

Der Film beobachtet im Verlauf eines Tages, verschiedene Personen in ihrer
gemeinsamen landlichen Umgebung, die von der Prasenz einer Industrieanlage gepragt
ist. Ihre Perspektiven erzahlen vom Verhaltnis zwischen Mensch und Industrie.

1916 gegrundet, ist LEUNA bis heute einer der zentralen Standorte fur die chemische
Grundstofproduktion in Deutschland. Bis zum Zerfall des Sozialismus waren hier uber
30.000 Menschen beschaftigt, heute sind es noch etwa 7.000. Diese Leere, die durch
Strukturschwachen der Region verstarkt wird, ist Ausgangspunkt des Films. Durch
Modernisierung und Automatisierung in allen Bereichen industrieller Produktion fungiert
der Mensch zunehmend nur noch als Kontrollinstanz. Die korperliche Arbeit wird durch
das Sehen, Prufen und Uberwachen ersetzt. Der Film ubernimmt dieses Prinzip und
untersucht, im Verlauf eines Tages, die jeweiligen Blicke und Standpunkte seiner
Protagonisten. Das Spektrum reicht von einer Kinderzeichnung uber die Subjektive eines
Jagers bis zum Uberblick des Inspekteurs einer Windkraftanlage. In ihrer jeweiligen
Perspektive sind sie isoliert und werden visuell im Raum des Films nur durch das
allgegenwartige Feuer der Industriefackel von LEUNA zusammengehalten.