In der Jurybegründung heißt es: «Die unterschiedlichen Biografien der beiden Künstler Emerson Culurgioni und Jonas Matauschek fungieren als Hintergrundfolie für ihre Vierkanal-Videoinstallation HABITAT Culurgionis Eltern sind aus Sardinien nach Deutschland immigriert, während Matauschek in der ehemaligen DDR geboren wurde. In beiden Lebensläufen spielt die Erfahrung von Grenzüberschreitung und Entwurzelung eine zentrale Rolle (…). Der persönliche Hintergrund jedes Einzelnen verweist auf eine der gegenwärtig drängendsten globalen Fragestellungen: Was heißt es seine Heimat zu verlassen oder zu verlieren? Migration, aus welchen Gründen auch immer, wird auf vielen Ebenen sichtbar, hörbar und spürbar. Die Filmarbeit überzeugt durch die schlüssige wie komplexe Verzahnung von Ökonomie und Ökologie, Politik und Zeitgeschichte, lokale Anbindung von globalen Themen und individuellen Schicksalen. Diese Dichte manifestiert sich auch in der durchdachten Form der Präsentation.»