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Filmische

Initiative

Leipzig

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Seit 2006 dokumentiere ich alle bezahlten Nebentätigkeiten, die ich ausübe. Ein Bild abgeben zeigt in Form einer Collage aus Foto- und Videosequenzen eine Auswahl meiner Jobs, die in verschiedener Weise mit dem Fotografieren zu tun haben: Fotografien anfertigen als Beweismittel, dass ein Job korrekt ausgeführt wurde; einen Fotografen darstellen, ohne wirklich zu fotografieren; in einer bestimmten Rolle auf einem Pressefoto abgebildet sein; Porträtfotografien als Souvenirs verkaufen; einen Sofortbildautomaten auf einer Werbeparty betreuen. Das Gerüst des Videos bilden von einem Sprecher vorgetragene Briefings zu den einzelnen Jobs, die mir vorab per Mail zugesandt wurden. Die verschiedenen Agenturen bedienen sich einer ähnlichen Sprache: verknappter Telegrammstil, stark komprimiert, mit einer Tendenz ins Absurde. Die Briefings lassen an die Scores der Performancekunst der 60er Jahre denken, überhaupt finden sich Strategien und Ansätze aus diesem Kunstbereich in den öffentlich aufgeführten Promotionaktionen wieder. Ich stelle mir, im Hinblick auf die Rahmenbedingungen künstlerischer Produktion, die grundsätzliche Frage, worin denn nun eigentlich meine Arbeit besteht.

Screenings
  • scope [out of frame] GEGENkino 2014, Schaubühne Lindenfels, Leipzig
  • 31. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest
  • gute aussichten- junge deutsche fotografie 2014/15: Deichtorhallen Hamburg, Goethe Institut Mexico City, Estnische Nationalbibliothek Tallinn, Goethe-Institut Zypern, Nicosia, Goethe Institut Washington DC, Museum Marta Herford
  • Internationales Frauenfilmfestival Köln / Dortmund 2015
  • 7 Days 7 Films, Kehrer Galerie Berlin
  • Cinema Précaire, Artists Unlimited, Bielefeld
  • Vor Ihnen das Meer - resp. der Asphalt, die Schäden, Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
  • 15th Seoul International New Media Festival, Korea
  • Open the Narrative, Werkschauhalle Spinnerei Leipzig