Die Filmische Initiative Leipzig FILZ ist ein Zusammenschluss von Autor:innen, Filmschaffenden und Künstler:innen. Uns verbindet ein starkes Interesse an künstlerischem, dokumentarischem Arbeiten, mit Schwerpunkt auf dem bewegten Bild.

  • FILZ macht Filme und Videokunst in verschiedenen Konstellationen und in gegenseitiger Unterstützung.
  • FILZ kuratiert, veranstaltet Workshops und Filmgespräche.
  • FILZ schreibt über Film und gestaltet aktuelle Diskurse mit.
  • FILZ sucht die Zusammenarbeit mit anderen Akteur:innen der Kunst- und Kulturszene.



FILZ entstand 2012 als selbstorganisiertes und autonomes Filmseminar innerhalb der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) Leipzig. In regelmäßigen Veranstaltungen wurden über mehrere Semester diskursive Formate wie Filmscreenings, Vorträge und Workshops realisiert. FILZ-Gründunsgmitglieder sind Gottfried Binder, Emerson Culurgioni, Jonas Matauschek, Lena Richter und Nicolas Rossi.

Personen
Juliane Jaschnow

https://julianejaschnow.de

Juliane Jaschnow ist Künstlerin und Filmemacherin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind zeitgenössische und historische Bildpolitiken sowie kollektive Narrative, Erinnerungsprozesse und deren identitätsstiftende Dimension. Sie studierte Bildende Kunst mit den Schwerpunkten Expanded Cinema und Fotografie an der
Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Juliane Jaschnow ist Absolventin der Professional Media Master Class PMMC für künstlerischen Dokumentarfilm und des PMMC Lab am werkleitz Zentrum für Medienkunst Halle (S.). Ihre Arbeiten wurden auf internationalen Festivals und in Ausstellungen wie der transmediale Berlin, den Deichtorhallen Hamburg, der Nationalgalerie Prag, dem silent green Berlin, DOK Leipzig und dem steirischen herbst Graz gezeigt. Sie ist Teil der Filmischen Initiative Leipzig FILZ, Mitbegründerin und Kuratorin des .mpeg art space und Mitglied der Initiative Kino in Bewegung

Florian Fischer

http://flofischer.de

Florian Fischer studierte Kommunikationsdesign, Fotografie und Bildwissenschaften. 2013 nahm er an der Professional Media Master Class (PMMC) der Werkleitz Gesellschaft teil und 2015-2017 am PMMC Lab. Seine künstlerische Arbeit bedient sich der Medien Fotografie und Film. Fischer war Stipendiat der Villa Aurora und lebt derzeit in Leipzig.

Katharina Wittmann

https://vimeo.com/kathiwittmann

Freischaffende Filmemacherin. Studium der Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Uni Hildesheim. Auslandssemester in Finnland. Absolventin der werkleitz Professional Media Master Class für künstlerischen Dokumentarfilm 2014. Lebt und arbeitet in Leipzig.

Emerson Culurgioni

https://emersonculurgioni.com/

Emerson Culurgioni studierte Kunst in Bozen und Leipzig, unternahm für seine Recherchen Reisen in Europa und in die USA. Er ist Mitbegründer der Filmischen Initiative Leipzig 2012. 2013 und 2015/17 nahm er am Professional Media Masterclass Programm für künstlerischen Dokumentarfilm der werkleitz Gesellschaft in Halle teil. 2018 erlangte er den Meisterschülertitel in Clemens von Wedemeyers Klasse Ex-Cinema. Er ist seit April 2018, zusammen mit Stefanie Schroeder, Teilnehmer des MDM Pilot Programms mit dem dokumentarischen Langfilm LA DUNA. Er lebt und arbeitet in Leipzig.

Nick Teplov

http://nickteplov.com

Geboren und aufgewachsen in Sankt Petersburg. Studierte Grafik an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Arbeitet selbstständig als Grafikdesigner mit Verlagen und Galerien zusammen. Beschäftigt sich mit analoger Fotografie und experimentellen Filmen. Teilnahme an der PMMC 2013 und am PMMC Lab 2018/19.

Stefanie Schroeder

http://schroederstefanie.de

Stefanie Schroeder arbeitet mit Fotografie und Film. Sie versucht einen dokumentarischen Ansatz mit Strategien der Konzeptkunst zu verbinden und interessiert sich für Gebrauchsweisen der Fotografie, den Begriff der Arbeit, (mentale) Landschaftstransformationen, Ostdeutschland, Geisterbilder und Spam-Mails. Stefanie Schroeder studierte künstlerische Fotografie an der HGB Leipzig, nahm an der PMMC Masterclass/Lab des werkleitz e.V. und am MDM Pilotprogramm für künstlerischen Film teil. Sie ist Mitglied der Filmischen Initiative Leipzig und Mitbegründerin des Kunstraum .mpeg. Ihre Arbeiten wurden unter anderem bei der transmediale, der Ars Electronica und den Visions du Reel Nyon gezeigt. Sie gewann den Bremer Videokunstförderpreis, den gute aussichten Grant und den Aenne Biermann Preis.

Jonas Matauschek

Jonas Matauschek wurde in Dresden geboren und studierte Fotografie bei Peter Piller an der HGB - Leipzig sowie an der Accademia di Belle Arti, in Neapel. 2013 und 2015/16 war er Teilnehmer der PMMC (Werkleitz). Zudem arbeitete er von 2017 bis 2019 Als Dozent der Abendakademie an der HGB - Leipzig und nahm am Berlinale Talent Campus teil. Im Herbst 2022 war er Stipendiat der Deutschen Akademie in Rom – Casa Baldi. Sein Filmdebüt WIR WAREN KUMPEL in Co-Regie mit Christian Johannes Koch, gewann 2021 den Kompagnon-För­derpreis auf der Berlinale und war 2024 für den deutschen Dokumentarfilmpreis sowie den Bild-Kunst Schnitt Preis nominiert. 2025 gründete er gemeinsam mit Kathrin Lemcke, Florian Fischer und Anna Friedrich die Produktionsfirma PARA Film.

Jana Keuchel

Jana Magdalena Keuchel (sie/ihr) arbeitet als freiberufliche Filmemacherin und Dozentin. Ihre Arbeiten wurden weltweit auf Festivals und in Ausstellungen gezeigt (CPH:DOX, Sheffield Doc/fest, Max Ophüls Preis, Staatliche Kunstsammlung Dresden uvm.) 2020 erhielt sie den Basler Filmpreis für den experimentellen Dokumentarfilm «Letztes Jahr in Utopia», der sich mit Machtstrukturen in einem Reality-TV Format auseinandersetzt. 2023 feierte der Film «To Show or Not to Show» TV Premiere im ZDF / Kleines Fernsehspiel.
Sie studierte an der Bauhaus-Universität Weimar und absolvierte 2014 und 2015- 2016 die Masterclass von Werkleitz. 2018 war sie Teilnehmerin der Berlinale Talents.
Seit 2021 arbeitet Jana Keuchel als Künstlerische Mitarbeiterin an der HfBK Dresden und war als Dozentin am Liberia Film Institute, bei der PMMC Werkleitz, an der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Basel und der Hochschule Luzern tätig.

Anna Friedrich

https://vimeo.com/annalysiserror

Freischaffende Filmemacherin und Autorin in Leipzig und auf dem Lande. Nach der Schule autodidaktische Bildung im Bereich Dokumentarfilm. Teilnahme an zahlreichen Workshops und Weiterbildungen, u. A. bei Bartek Konopka und Diego Romero Suarez Llanos. Mitbegründung soziokultureller Projekte in Ostdeutschland, Versuche zur Arbeit im Kollektiv. 2012 Teilnahme an der Masterclass (PMMC) von Werkleitz e.V. 2013 Teilnahme an TP2 Talenptool von Tradewind Pictures. 2014-2015 Pilotstaffel der Webserie „Stories from Reality“. 2015-2020 Studium der Arabistik in Leipzig. Unterdessen Aufenthalte in Alexandria (Ägypten) und Schweden, sowie Arbeit am Dokumentarfilmdebüt.

Johannes Krell

Nach dem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte an der MLU Halle, folgte ein Studium der Audiovisuellen Medien (Kamera) in Berlin. Während des Studiums verwirklichte er verschiedene Produktionen im Experimental-, Musik- und Kurzfilmbereich. 2013 war er im Rahmen eines Werkleitz Stipendiums Teilnehmer der „Professional Media Masterclass“. 2018 schloss er mit seinem Abschlussfilm UMBRA (Fischer/Krell 2019) das postgraduale Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln ab. Er lebt und arbeitet derzeit in Leipzig.

Ginan Seidl

http://ginanseidl.net

Aufgewachsen in Berlin, studierte sie Bildhauerei in Halle, Berlin und Mexiko Stadt. 2012 nahm sie an der Professional Media Master Class, 2015/16 am PMMC Lab bei Werkleitz e. V. teil. 2018 war sie bei den Berlinale Talents. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen für ihre künstlerische Arbeit und Aufenthaltsstipendien für Istanbul, Türkei, San Luís Potosi, Mexiko und Beirut, Libanon. Momentan arbeitet sie an zwei von MDM und/oder BKM geförderten langen Dokumentarfilmen. Sie arbeitet in Halle/Saale, Berlin und Mexiko Stadt.

Kathrin Lemcke

http://filmpassenger.net

Kathrin Lemcke (sie/ihr) 1983 in Baden-Baden, ist als Producerin und Produktionsleiterin in Leipzig tätig. 2025 gründete sie zusammen mit Jonas Matauschek, Anna Friedrich und Florian Fischer die PARA Film GbR, Produktionsfirma für künstlerischen Film und Videokunst. Sie ist Gründungsmitglied von PARADOKS - Videokunstfestival an den Rändern des Dokumentarischen und Mitglied der Filmischen Initiative Leipzig (FILZ), einem Zusammenschluss aus Filmemacherinnen im Bereich Dokumentar- und Experimentalfilm. Sie ist Absolventin der Medienkunst der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, der Bezalel Academy of Fine Arts in Jerusalem und der Professional Media Master Class (PMMC) der werkleitz Gesellschaft in Halle.

Andrea Rüthel

Andrea Rüthel (sie/ihr) ist Filmemacherin und Medienkünstlerin. In ihrer multidisziplinären Praxis sucht sie barrierefreie und feministische Zugänge zu Technologie, Mediengeschichte und visueller Kultur durch interventionistische Formate – experimentellen Dokumentarfilm, Desktop-Essays, Tutorials, digitale Publikationen, Workshops – aus einer queer-feministischen und chronisch kranken Erfahrung. Ihre Arbeiten wurden bei internationalen Festivals und in Ausstellungen gezeigt (Int. Short Film Festival Nijmegen, Filmfest Dresden, EMAF, Lago Film Festival, Microscope Gallery NYC, Beijing Int. Short Film Festival, Mana Contemporary Chicago, Shedhalle Forum für zeitgenössische Künste, u.a.). 2022 war ihre Arbeit auf der Sight & Sound Shortlist des British Film Institute für das beste Videoessay.
2019 mitbegründete sie die Kante Film GbR, eine all-female Arbeitsgemeinschaft für Bewegtbild-Dienstleistungen. Seit 2022 co-leitet sie eine inklusive Redaktion, in der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam für das Fernsehen produzieren. Sie initiierte Brave Technology Tutorials, eine kollaborative Kampagne zur Sichtbarmachung von Diversität im Online-Wissenstransfer, und ist Co-Kuratorin der von FILZ betriebenen Videokunst-Plattform .mpeg.
Andrea Rüthel studierte Medienwissenschaft, Medienkunst und -gestaltung an der Universität Leipzig und der Bauhaus Universität Weimar, mit längeren Studien- und Arbeitsaufenthalten in St. Petersburg, Almaty und Bukarest. 2014 schloss sie die Professional Media Master Class am Werkleitz Zentrum für Medienkunst in Halle (S.) ab. 2025 war sie Stipendiatin der Kulturstiftung des Bundes im Programm pik für inklusive Kunstpraxis.

Clara Wieck

http://clarawieck.de

Clara Wieck studierte im Anschluss an ein Studium der Ethnologie und Indologie Medienkunst an der HGB Leipzig. Daneben nahm sie an der Werkleitz Professional Media Master Class, am PMMC Lab und den Berlinale Talents teil. Im Schnittfeld von Wissenschaft und Kunst begegnen sich in ihren Arbeiten der dokumentarische und subjektive Blick. Frei in der Form sind ihre Filme und Installationen Experimente, in denen sie mit den Mitteln der Montage und Bildgestaltung abseits der Grammatik der kommerziellen Medien über die Welt zu sprechen versucht. Im Besonderen interessiert sie dabei das Verhältnis von Erzählung und Darstellung sowie die Rolle von Fiktion und Poesie in jeder Art des Geschichtenerzählens – auch in den vermeintlich „dokumentarischen“ Formaten.